Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Online-Vortrag: „Extreme Rechte und Gender“ von Sonja Brasch, am 06.11.20 um 19:00 Uhr

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen wird der Vortrag online stattfinden. Die Kneipe danach fällt aus. Wenn ihr Interesse habt, schickt uns bis eine Stunde vorher eine Mail an „oat-ol@riseup.net“.

Zum Vortrag:
Der Einbezug der Kategorie Geschlecht in die Analyse der extremen Rechten ist kein neuer Zugang, aber doch ein seltener.
So kommt es vor, dass Frauen und Mädchen immer noch oftmals übersehen werden.
Das Bild der friedfertigen Frau bestimmt die Wahrnehmung von Frauen in Bezug auf das politische Engagement in der extremen Rechten.
Sie werden eher als ‚Freundin vonʻ gesehen, als als Trägerin einer politischen Einstellung.
Auch die Frage, was extreme Rechte Ideologien für Männer bereithalten und inwiefern die angebotenen Männlichkeiten ein attraktives Angebt darstellen, bietet ein großes Erkenntnispotenzial.
Gender stellt eine wichtige Analysekategorie für eine ideologiekritische Auseinandersetzung mit der extremen Rechten dar.
Bei der Veranstaltung sollen vor allem aktuelle Erscheinungsformen der Szene und ihr Scharnier zur Mitte der Gesellschaft beleuchtet sowie Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.
Sonja Brasch arbeitet bei der Zeitgeschichtlichen Dokumentationsstelle in Marburg und Mitglied im Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus.

Aufruf zum Protest gegen Querdenken441 am 24.10.2020

Am Samstag den 24.10. will Querdenken441 in Oldenburg wieder eine Demo und eine Kundgebung veranstalten.
In den letzten Wochen haben sie Infostände in der Innenstadt organisiert, um ihre menschenverachtende Propaganda zu verbreiten. Jetzt soll auch in Oldenburg wieder eine öffentliche Veranstaltung stattfinden.
Ab 12:30 Uhr wollen sie aufbauen und ab 13:00 Uhr soll die Demo starten.
Von 14:30-16:30 Uhr soll noch eine anschließende Kundgebung auf dem Schlossplatz folgen.

Die verschwörungsideologische Querdenken Bewegung ist rechtsoffen und antisemitisch, auch in Oldenburg.
Unter dem Vorwand, die Menschenwürde zu verteidigen, erreichen die sogenannten Querdenkenden inhaltlich und praktisch genau das Gegenteil.
So versuchen sie z.B. stets die Gefahr von Covid-19 kleinzureden, organisieren das kollektive Verweigern von Maßnahmen (z.B. gemeinsames Einkaufen ohne MNS), die insbesondere Risikogruppen schützen sollen und entwickeln Strategien, um ihre antisemitischen Erzählungen zu verbreiten.
Dabei sprudeln die Telegramchats verschiedenster Vernetzungsgruppen nur so über von Aufrufen zu Gewalt und Vorstellungen einer neuen Ordnung, wofür die politischen Gegner*innen abgeschafft werden müssten. In örtlichen Telegram Gruppen werden neben einer Menge falscher Informationen zur Verbreitung und Eindämmung des Virus, unter anderem gefälschte Todesanzeigen von vermeintlich verstorbenen Kindern gepostet, der Holocaust relativiert und die Souveränität der BRD angezweifelt. Es werden Beiträge aus Telegram Kanälen wie Ken Jebsen, Eva Hermann oder Rubikon geteilt, oft geht es darum, die vermeintliche Gefahr von PCR Tests, Masken oder allgemein der Maßnahmen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen, zu propagieren (https://aufabstand.noblogs.org/post/2020/09/07/es-schwurbelt-sich-etwas-zusammen-im-querdenken-wunderland/#more-228).

Wir wollen es nicht zu lassen, dass Querdenken wieder öffentliche Veranstaltungen in Oldenburg durchführen kann. Deswegen rufen wir dazu auf, die Veranstaltung zu stören und den Demoaufzug kritisch zu begleiten.

Dafür treffen wir uns am 24.10. um 12:00 Uhr am Kasinoplatz/Vapiano.
Da wir die Querdenken-Veranstaltungen flexibel unter Einhaltung von Abständen etc. begleiten wollen, bereitet euch wenn möglich auf individuelle Kleingruppenaktionen vor (ihr müsst generell nicht in einer Gruppe organisiert sein, um euch an der Aktion zu beteiligen, kommt gern auch so dazu) und bringt Schilder und Transpis mit – auch Flyer zur Aufklärung für umherstehende Passant*innen sind super.

Seid euch bewusst, dass die Querdenker*innen gern Fotos von Gegendemonstrant*innen machen und sehr anzeigefreudig sind – passt gut auf euch auf! Macht selbst bitte keine Fotos/Videos von unserem Gegenprotest.

Tragt auf jeden Fall einen Mund-Nasen-Schutz und achtet auf Abstände während der Aktionen. Bleibt bitte zu Hause, wenn ihr Erkältungssymptome habt!

Weitere Informationen zu Querdenken Oldenburg findet ihr hier:

https://www.oldenburger-rundschau.de/2020/06/21/anmerkungen-zu-den-menschenwuerde-demos/

https://aufabstand.noblogs.org/


https://gegenesokramoldenburg.wordpress.com/

https://bgaoldenburg.wordpress.com/2020/05/02/verschworungsideologien-und-antisemitismus-bei-den-mahnwachen-fur-grundrechte-und-menschenwurde/

https://eklatmuenster.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/876/2020/06/last_Broschu%CC%88re_MobiDeutsche-komprimiert.pdf

2. Antifa-Kneipe am 14.10.2020 im Alhambra

Am 09.10.20 jährte sich der antisemitische Anschlag in Halle.
Der Anschlag hat wieder einmal gezeigt, dass diese scheisz Nation ein massives Problem hat.
Aus diesem Grund wollen wir am 14.10.20 ab 21:00 Uhr im Rahmen einer Antifa-Kneipe im Alhambra den Film „Masel Tov Cocktail“ von Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch zeigen und anschließend diskutieren.
Der Film ist angefragt. Aktuell wissen wir noch nicht ob es möglich ist, den Film zu zeigen.
Danach wollen wir den Abend mit einer gemütlichen Kneipe ausklingen lassen.
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Solidarität mit Liebig34

Heute soll das besetzte queerfeministische Haus Liebig34 in Berlin geräumt werden.
Dabei geht es nicht nur um die Frechheit, dass private Kapitaleigner*innen ein ganzes Haus geräumt haben wollen, welches als Saferspace von und für FLINT* Personen vielen Menschen Schutz und Wohnraum bietet, sondern auch um den Kampf um Symbole.
Die Liebig34 steht seit Jahren für einen radikal queerfeministischen Gesellschaftsentwurf und Freiraum in dem von Gentrifizierung durchzogenen Berlin.
Wir solidarisieren uns mit den Bewohner*innen der Liebig34.
Ein Angriff auf die Liebig34 ist ein Angriff auf feministische Freiräume überall!

Die Wölfe jagen!

Wahrscheinlich in der Nacht vom 03.10.2020 auf den 04.10.2020, wurde an der Fassade des Alhambras in Oldenburg mit roter Farbe mehrmals „Bozkurt“ und die Türkische Fahne mit Halbmond und Stern gesprüht.
Zudem wurde ein „Free Öcalan“ Bild übermalt. Dies wurde auch bei der Teilfassade, die aufruft, dass PKK verbot aufzuheben, versucht.
Das ist ein Angriff auf die kurdische Bewegung und auf das Aktions- und Kommunikationszentrum.
Alle diese Taten lassen sich auf Türkische Nationalisten zurückführen, wenn nicht sogar die Grauen Wölfe.
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