AfD im „Gesellschaftshaus bei Meyer“

Am 16.03.2017 wurden um ca. 19 Uhr Gerhard Vierfuß und andere Mitglieder der AfD vor der Gaststätte „Gesellschaftshaus bei Meyer“ an der Nadorster Str. 120 gesehen. Da der Wirt schon öfter Veranstaltungen der AfD bewirtete wurden die Schlüsse schnell auf eine weitere Veranstaltung der AfD gezogen. Daraufhin fanden sich mehrere Menschen zusammen, um zu zeigen, dass die AfD keine normale Partei ist.

Protest beim Gesellschaftshaus bei Meyer gegen die AfD

Die AfD ist dafür bekannt Unwahrheiten und Fakenews zu verbreiten, um ihre rassistischen Stereotypen als Wahrheiten zu Präsentieren. Die aktuellen Forderungen der AfD zur Änderung der Steuergesetzte würden nicht zu einer Verbesserung der Lage von Mittelstand und Niedrigverdienern führen, sondern zu einer Verschlechterung der jetzigen Situation. Auch die in den vergangenen 40 Jahren veränderte Frauenrolle will die AfD zurückschrauben und damit weiter weg von einer Gleichberechtigung, ganz zu schweigen von anderen Geschlechteridentitäten.
Die AfD hat einen Volksbegriff der sich zwischen zwei Polen ansiedelt. Die erste Auffassung von Volk bezieht sich auf Blut und Boden und unterscheidet sich damit nur geringfügig von dem Gedankengut von Nationalsozialisten. Der zweite Volksbegriff versteht sich über Kultur, bleibt aber dabei sehr ungenau. Im Wesentlichen werden gute Eigenschaften als deutsch betitelt und alles Schlechte als „nicht Deutsch“ benannt.
Vor diesem Hintergrund werden alle sozialen Probleme als ethnische gedeutet. Würden die Forderungen der AfD ausgeführt, hätte das den mutwilligen Tod vieler Menschen zufolge.

Die Gruppe aus Aktivist*innen entschied sich dafür die Veranstaltung zu stören und betrat die Gaststätte. Die offenbar von Gerhard Vierfuß angeleitete Veranstaltung fand in einem von außen nicht einsehbaren Raum statt. Weder AfD noch Wirt schienen von dem spontanen Besuch begeistert zu sein, einige der Veranstaltungsbesucher*innen verließen die Gasstätte beim Auftauchen der Aktivisten.
Nach Benachrichtigung und Ankommen der Polizei verließen die Gruppe aus Antifaschist*innen das Lokal.
Nach einer kurzen Beratung und des Informierens von Neuankömmlingen entschied sich die Gruppe den Protest vor der Gaststätte fortzuführen und andere Gäste über die AfD zu informieren.
Diese reagierten zumeist erschrocken und ablehnend gegenüber der AfD und hätten es dem Wirt nicht zugetraut so eine Partei zu beherbergen. Einige der Gäste teilten mit, den Besitzer des Gasthauses sprechen zu wollen und gaben den Protestierenden positives Feedback.
Nach ca. zwei Stunden beendete die AfD ihre Veranstaltung. Ein Teil der AfD-Besucher verließen die Gaststätte aus dem Hintereingang, während zwei AfD-Mitglieder unter Begleitung der Polizei das Gebäude aus dem Vordereingang verließen.
Nachdem die AfD ihre Veranstaltung beendete, löste sich auch der Prostest auf.

Den gesamten Abend über war eine rege Beteiligung an den Protest zu erkennen, obwohl er unter der Woche stattfand. Es kamen ständig Leute dazu und gingen, was über den Abend verteilt zu einer Anzahl von ca. 30 Aktivist*innen führte.
Besonders hervorheben wollen wir die Reaktionen der Gaststättenbesucher*innen und Passant*innen. Diese waren erfreut darüber, einen Protest gegen die AfD zu sehen. Der Wirt ist nach mehreren Veranstaltungen der AfD in seinen Räumlichkeiten als klarer Unterstützer zu erkennen.
Auch in Zukunft wird Rassismus, Sexismus und Nationalismus nicht unwidersprochen in Oldenburg in der Öffentlichkeit stehen!


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