Aufruf zur Störung der „Corona-Rebell*innen“ – Querfront verhindern! Verschwörungsideolog*innen entgegentreten!

Gerne teilen wir diesen Aufruf, der uns zugesendet wurde. Kommt alle dorthin und passt auf euch auf!
Danke!

Seit einigen Wochen formiert sich deutschlandweit und auch in Oldenburg eine Straßenbewegung, die unter dem Vorwand der Menschenwürde jede Woche erneut ein breites Spektrum von Verschwörungsideolog*innen, Neonazis und Esoteriker*innen bis hin zu angeblich „unpolitischen“ Liberalen mobilisiert.

Diesem Treiben setzen wir uns entschlossen entgegen und rufen deshalb zur Störung der „Menschenwürde-Demo“ am 16.05.2020 um 15:00 Uhr auf dem Parkplatz der Weser-Ems-Hallen in Oldenburg auf.

Die in Oldenburg als „Menschenwürde Demo“ gelabelten Kundgebungen – initiiert von Friederike Pfeiffer-de Bruin – stehen im Kontext von Demonstrationen, die mittlerweile im ganzen Land stattfinden und regelmäßig von Gewalt gegen Presse und Gegendemonstrant*innen begleitet sind.

Die Teilnehmer*innen begreifen sich meist als widerständige „Aufgewachte“, die in der Corona-Pandemie keine ernstzunehmende Katastrophe, sondern eine von Finanzeliten gesteuerte Verschwörung gegen die Menschheit sehen.
Pfeiffer-de Bruin selbst vermutet ein geplantes Vorgehen; Bill Gates spiele dabei eine wichtige Rolle und überhaupt seien die Maßnahmen der Regierung mit einer totalitären Diktatur zu vergleichen.
Die Relativierung der Shoa durch NS-Vergleiche, die Vermutung, Gegendemonstrant*innen seien von ausländischen Geheimdiensten bezahlt und die Behauptung, Gates wolle die gesamte Weltbevölkerung mit Mikrochips versehen, sind nur eine kleine Auswahl an Aussagen, die von Kundgebungsteilnehmer*innen vertreten werden.

Diese Behauptungen sind nicht haltbar und bestehen aus strukturell antisemitischen Verschwörungserzählungen sowie der Verdrehung von Fakten und schlichten Falschbehauptungen.
Dass diese Ideologien allzu leicht in Gewalt münden, zeigten bereits diverse rechtsextreme Anschläge wie zuletzt in Hanau, Halle und Celle.

Auf und um die „Menschenwürde Demos“ sind stets rechtsextreme Akteur*innen anzutreffen, wie zuletzt in Oldenburg die Holocaust-Leugnerin Imke Barnstedt, der Verschwörungsideologe Markus Fiedler, oder der AfD Politiker und Anwalt der Identitären Bewegung, Gerhard Vierfuß. Eine explizite Distanzierung seitens der Veranstalter*innen oder gar der Ausschluss dieser Menschen von den Versammlungen fehlt nach wie vor!

Wer hier davon ausgeht, es handele sich dabei um eine emanzipatorische Bewegung für die befreite Gesellschaft, liegt falsch!
Wer sich gegen Faschismus, Staat und Kapital einsetzen möchte, ist hier eindeutig fehl am Platz und steht gezwungenermaßen in einer Reihe mit Neonazis, AfDler*innen und anderweitigen Antisemit*innen.

Dieses Sammelbecken von Verschwörungstheoretiker*innen darf nicht weiter anwachsen.

Deshalb rufen wir dazu auf, die „Menschenwürde-Demo“ am 16.05.2020 um 15:00 Uhr auf dem Parkplatz der Weser-Ems-Hallen in Oldenburg an ihrem reibungslosen Ablauf zu hindern!
Bringt Dinge mit, die Krach machen! Malt transparente und Schilder! Seid laut und kreativ!
Achtet auf das Tragen von Mundschutz und auf einen Mindestabstand von 1,5m, um Menschen nicht in ihrer Gesundheit zu gefährden!

Nachbericht – Fridays gegen Altersarmut

Freitag den 17.01.2020 um 15.30 begannen die Organisator*innen von Fridays gegen Altersarmut in der Fußgängerzone der Lange-Straße 8, eine Mahnwache. Unter ihnen Hartmut Bock, welcher als „Ansprechpartner“ auftritt. Offizieller Beginn war 16 Uhr, zu diesem Zeitpunkt waren etwa 8 Personen vor Ort. Kurz darauf stieß der AfD-Politiker Andreas Paul hinzu und wurde herzlich begrüßt. Passant*innen ließen sich wenig von den kleinen bedruckten Tafeln und Grablichtern der Mahnwache beeindrucken.
Beobachter*innen der Szenerie gingen zu der Gruppe, um sie auf die Anwesenheit des AfD-Polikers hinzuweisen. Schnell entstand ein Streitgespräch. In dessen Verlauf Eberhard Lüder die Opferzahl des Holocaust infrage stellte und damit die Shoah relativierte. Lüder ist als Aktivist der Oldenburger Gelbwesten bekannt, einer gescheiterten Formirrung, die aus älteren Verschwörungsideolog*innen, Mitgliedern der AfD bis hin zu Personen der militanten Neonaziszene besteht.

Die anderen Teilnehmer*innen hatten mit den Äußerungen Lüders kein Problem, sondern viel mehr mit der darauf geäußerten Kritik von Passant*innen. Andreas Paul erkannte den Ernst der Lage eines drohenden Imageschadens und verließ den Ort des Geschehens. Auch Lüder verließ die Versammlung schnell. Kurz darauf trafen 2 Polizeibeamte ein. Sie verweilten in der Situation anstand sich um den noch in Sichtweite befindlichen Lüder zu kümmern. Später wurde dann noch eine Anzeige aufgenommen. Im weiteren Verlauf kamen weitere Beamte hinzu.

Nach einiger Zeit verließen die Beamt*innen die Mahnwache und begnügten sich damit gelegentlich Streife bei der Mahnwache zu laufen. Sogleich kam Andreas Paul wieder hinzu um weiter Werbung in eigener Sache zu machen. Gegen 19 Uhr wurde die Veranstaltung wie angekündigt beendet.

Nachgang und Fazit

Nach wenigen Stunden postete Andreas Paul in den sozialen Medien ein Foto von der Mahnwache worauf er mit Lüder zu sehen ist, nur um es kurze Zeit später wieder zu löschen. Was ist der Grund hierfür? Möchte sich das Gesicht der hiesigen AfD nicht mit Holocaust-Relativierern zeigen? Oder ist ihm erst später aufgefallen, dass er damit zur Strafverfolgung beitragen könnte?
Andreas Paul benutzt „Fridays gegen Altersarmut“ um die AfD als soziale Protestpartei zu inszenieren. Und weil es dabei ums eigene Süppchen geht, nimmt er auch Reißaus bevor das Image Schaden nehmen könnte.
Aber wie schaut es mit der Oldenburger Ortsgruppe von Fridays gegen Altersarmut aus? Warum lassen sie sich so bereitwillig vor den Karren spannen obwohl sie im Stich gelassen werden, sobald es für Herrn Paul unangenehm zu werden scheint? Warum lösen die Aussagen Lüders keine Reaktionen außer Schulterzucken bei ihnen aus? Offenbar ist die AfD ein gern gesehener Gast bei „Fridays gegen Altersarmut“.

Stetig weiter im Protest gegen faschistische Politik im Oldenburger Rat

Der Oldenburger Stadtrat wird am 25.11.2019 wieder zur routinemäßigen Sitzung zusammen kommen um über die lokalpolitischen Belange Oldenburgs zu debattieren und politische Entscheidungen für die Menschen der Stadt zu treffen. Mit dabei werden auch wieder voraussichtlich die AfD und deren StadträtInnen Lydia Bernhard und Gerhard Vierfuß sein, mit dem Wunsch als „normale“ Partei wahrgenommen und behandelt zu werden.

Aber das sind sie nicht. Und sie sollen es auch niemals werden. Die Politik der AfD ist und bleibt eine Politik der Lügen, die nur schlecht ihre Ziele einer neoliberalen und faschistischen Politik verdecken.

Weil nur stetiger und nachhaltiger Protest wirkt, wollen wir auch diesmal wieder vor Ort sein. Wir wollen uns treffen und im gemeinsamen Protest klar machen, dass wir für eine offene Stadt mit menschlichen Werten stehen.

Darum: Rassistische Hetze weiterhin nicht unwidersprochen stehen lassen!
Wir treffen uns am 25.11.2019 um 17:30 Uhr vor dem PFL und werden dann an der Ratssitzung gemeinsam teilnehmen.

AfD-Bundesparteitag in Braunschweig? Nicht mit uns.

Am 30.11. und 01.12 will die AfD einen Bundesparteitag in Braunschweig abhalten. Warum dies nicht unwidersprochen geschehen kann, haben die Genoss_innen aus Braunschweig in ihrem Aufruf schon ausreichend erörtert.

Am Montag den 11.11. um 19:30 wird ein Mobi-Vortrag im Alhambra stattfinden. Es wird um die geplanten Aktionen rund um den Parteitag und die gemeinsame Anreise gehen. Wir werden am Freitag den 29.11. anreisen, um an der Vorabenddemo teilzunehmen, die Rückfahrt wird am 30.11. vermutlich spät abends stattfinden.

Sagt euren Freund_innen Bescheid, bildet Bezugsgruppen und kommt zu unserem Mobi-Vortrag. Schließt euch den Protesten an!

Ergänzung! (Stand: 11.11.)
Es gibt noch Plätze!

Da wir noch Plätze frei haben für die gemeinsame An- und Abreise, gibt es am Montag den 18.11., während des OATs ab 19:30 Uhr, und am Donnerstag 21.11. beim café alibi ab 15 Uhr die Möglichkeit einen Platz für sich und seine Freund_innen zu ergattern. Kommt vorbei und sprecht uns an.

P.s.: wir helfen euch auch Pennplätze zu finden.

Neue Seite auf Facebook

Wir dokumentieren nachfolgend einen Post des neuen Antifa Infocenter Oldenburg auf Facebook:

Liebe Genoss*innen,
seit einer ganzen Weile gab es auf dem Antifa Infoportal Oldenburg keine Aktualisierungen mehr, diesen Missstand möchten wir nun aus der Welt schaffen.

Wir haben uns deshalb dazu entschieden das Infoportal als Archivseite ruhen zu lassen und möchten mit dem neuen Antifa Infocenter Oldenburg an den Start gehen. In Zukunft informieren wir euch an dieser Stelle über Artikel, Aufrufe und Veranstaltungen.

Wir möchten dieses Mal auch breiter aufgestellt sein und sind auch auf folgenden Portalen zu finden:

Instagram: https://www.instagram.com/antifainfool
Twitter: https://twitter.com/antifainfo_ol

Damit uns auch wieder möglichst viele Menschen folgen, bitten wir euch unsere Seite zu teilen und eure Freund*innen zu informieren.

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